Oktoberfest in Düsseldorf

Das Oktoberfest ist mittlerweile weitaus multikultureller, als noch vor einiger Zeit. Ob USA, Frankreich, Russland oder Japan – die Besucher kommen aus allen Ecken der Welt, um einmal in ihrem Leben beim Oktoberfest anwesend zu sein. Die Deutschen müssen allerdings nicht unbedingt bis nach Bayern fahren, denn in fast allen Großstädten wird das eigene Oktoberfest gefeiert, so auch in Düsseldorf. Hier wird es jedes Jahr auf der Niederkasseler Wiesen bayerisch. Im Jahr 2012 findet das siebte Niederkassler Oktoberfest auf der Festwiese unterhalb der Theodor-Heuss-Brücke statt. Das Fest ist allerdings jedes Jahr binnen weniger Stunden ausverkauft. Wer also am Oktoberfest teilnehmen will, muss früh buchen oder muss sich mit einem Platz auf der Warteliste begnügen.

Die Kleidung

Die Kleidung ist ein schwieriges Thema: Bei kaum einem Kleidungsstück kann man so viel falsch machen wie bei den traditionellen Trachten. Originale Trachten sind fast nur noch bei den Umzügen zu sehen. Ansonsten sind Lederhosen und Dirndl aller Art vertreten. Seit einigen Jahren gewinnt auch die Landhausmode vermehrt an Beliebtheit. Wer nicht über die passende Kleidung verfügt, der kann sich in einem Kostümverleih bedienen. Hier gibt es für jeden Geschmack das passende Kleidungsstück. Die Besitzer des Kostümverleihs helfen jedem weiter, auch wenn er in Sachen Oktoberfest keinerlei Erfahrung hat.

Vorsicht heißt es bei der fälschlichen Mode. Seit einiger Zeit sind Rupfensack-Kleider unterwegs, die nichts mit dem Dirndl zutun haben, und gerne mit hohen Lederstiefeln getragen werden. Für die Männer sorgen Rupfensack-Hemden mit Mehlsack-Auftruck in altdeutscher Schrift für schlechte Eindrücke. Auch vor dem Kauf im Internet sollte man sich aktuell scheuen, denn hier werden teilweise Trachten angeboten, die nicht ganz bayrisch sind. Stattdessen sollte die Kleidung vor Ort gemietet werden. Die Preise für den Verleih sind relativ moderat und weitaus günstiger, als der Kauf der Kleidung.

Das Verhalten

Zuprosten, Schunkeln, Singen – all das gehört zum Wiesn-Besuch dazu. Die Weigerung an dem Sauf-Tanz kann von vielen Menschen als unschön angesehen werden. In puncto Sprache sollten die Besucher des Düsseldorfer Oktoberfests einen Satz vorübergehend komplett aus ihrem Vokabular streichen: „Ein kleines Bier, bitte“ gibt es hier nicht – es wird literweise bestellt – oder eben gar nicht.

Der Kartenpreis für den Eintritt variiert von Jahr zu Jahr, 2012 werden 14 EUR pro Person fällig. Pro Bestellung können maximal 20 Karten bestellt werden. Die Platzierung erfolgt bereits im Juni, sodass sich niemand sorgen machen muss, dass er keinen guten Sitz- bzw. Stehplatz findet.