Kölner Karneval

Karneval – eine Zeit, in der Menschen zu Narren werden, sich kostümieren und einfach alle Sorgen vergessen. Am 11.11 ist es wieder so weit: Bis zu 70.000 Karnevalisten feiern auf dem Heumarkt den Auftakt der neuen Karnevalsesssion. Getreu dem Motto „Fastelovend im Blut – he un am Zockerhut“ gibt es ein vielfältiges Programm und einen Auftritt des Dreigestirns.

Den Auftakt der Saison feiern kölsche Jecken und Narren aus ganz Deutschland zusammen mit kölschen Karnevalsgrößen in der Altstadt. Das Programm beginnt bereits morgens um neun Uhr. Die Stars der Karnevalmusik haben nur eine Aufgabe: die bunt kostümierten Clowns, Hexen, und Prinzessinen in Feierstimmung zu bringen. Stundenlang sorgen die kölschen Klänge für die passende Stimmung – erst abends endet das offizielle Programm. Das bunte Treiben ist damit aber noch lange nicht vorbei: In den Kneipen in der Altstadt geht die Feier bis in die frühen Morgenstunden weiter.

Auf der Interseite www.koelner-karneval.org werden Sie umfangreich über den Kölner Karneval informiert. Neben allgemeinen Information über den Kölner Karneval wie z.B Termine, Veranstaltungen, das Kölner Dreigestirn, Geschichte des Kölner Karnevals oder Karnevalszüge Köln, erhalten Sie auch Hintergrundgeschichten zum Kölner Karneval, die Sie mit Sicherheit so bis jetzt noch nicht kannten.

Weiberfastnacht – auf Kölsch: Wieverfastelovend – markiert den Übergang vom Sitzungskarneval zum Straßenkarneval am Donnerstag vor Aschermittwoch.

„Die Vorfeier des Carnevals begann mit dem sogenannten Weiberfastnacht am Donnerstag vor demselben. Dann herrschte die ganz eigentümliche Sitte, dass Frauen und Mädchen sich untereinander die Hauben abrissen, was man Mötzenbestohl nannte. Nachmittags bewegte sich der Bellegeck, eine echt kölnische Maske, mit vielen Schellen behängt, in den Straßen herum […]“ – Abschnitt „Der Carneval in Köln vor 1823“ aus Köln Walters Werk.

Im Rheinland ist Weiberfastnacht ein inoffizieller Feiertag. In den meisten Betrieben wird ab mittags die Arbeit eingestellt. Nachdem der Stadtschlüssel um 11:11 Uhr an das Dreigestirn übergeben wird, regieren die Narren bis zum Aschermittwoch in Köln. Kölner Musikbands wie Die Höhner, Bläck Fööss, Brings und viele andere sorgen für eine unvergessliche Stimmung unter den Gästen. 2011 machte das nasskalte Wetter den Jäcken und Narren keinen Strich durch die Rechnung – sie zogen sich warm und regenfest an. Das allgemeine Glasverbot gilt jedes Jahr von acht Uhr morgens bis acht Uhr des Folgetages in der Altstadt sowie im Zülpicher Viertel. Die Narren sind allerdings erfinderisch: Statt Bierflaschen nutzen sie Dosen und Plastikflaschen.

Der Brauch

Schnipp, schnapp, Krawatte ab – zu Weiberfastnacht zittern mal wieder die Krawatten der Herren. Die Tradition gehört seit vielen Jahren zur Weiberfastnacht. Mit dem symbolischen Brauch nehmen die Frauen dem Mann einen Teil seiner Macht. Aus rechtlicher Sicht sollten die Damen allerdings aufpassen: Eine Eigentumsverletzung kann schnell problematisch werden, gerade bei ausländischen Gästen, die den Brauch nicht kennen. Fragen Sie also zunächst höflich, ob Sie die Krawatte abschneiden können, und stürzen Sie sich nicht mit der Schere auf hilflose Männer.

Rosenmontag

Der Rosenmontag ist gerade im rheinischen Karneval der Höhepunkt der Karnevalszeit. Beginnend mit dem Rosenmontagszug, fällt der Feiertag auf den Montag vor Aschermittwoch, genau 48 Tage vor dem Ostersonntag. In vielen Karnevalshochburgen sind werden die Mitarbeiter von ihren Arbeitgebern nach Hause geschickt, der Rosenmontag ist allerdings kein gesetzlicher Feiertag.

In Köln versammeln sich jedes Jahr rund eine Million Jecken zum Rosenmontagszug. Der Prinz zieht mit rund 10.000 Untertanen zu Fuß und mit zahlreichen Wagen durch die Stadt. Jedes Jahr werden rund 300 Tonnen Süßigkeiten in die Hände des närrischen Volkes am Straßenrand geworfen.

Deutschlands größter Rosenmontagszug, den die Kölner kurz „d’r Zoch“ nennen, beginnt in der Regel um 10:30 Uhr am Chlodwigplatz und besitzt eine Gesamtlänge von sieben Kilometern. Für den Weg benötigt der Zug gut vier Stunden, damit die Zuschauer genug Zeit zum Feiern haben.